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Kritiken
Huren, Hass und Machtspielchen
Rezension zu Penny Lane in den "Lübecker Nachrichten" (Oktober 2009)
Stell Dir vor, Du willst fürs Sonntagsfrühstück Brötchen holen, trittst vor die Haustür - und peng, da schießt einer auf Dich!
Dem Braunschweiger Hauptkommissar Heinrich Berner passiert genau das. Und zwar zum zweiten Mal! Berner ist sich sicher, dass er weiß, wer da auf ihn schießt. Seine Kollegin Anne Wegner allerdings hat erhebliche Zweifel. Warum sollte ein Mann, mit dem Berner als Jungspund beim Bund war, nach all den Jahren immer noch einen solchen Groll auf ihn haben, dass er versucht, ihn zu töten? Obwohl die beiden keinen Kontakt mehr hatten? Und was ist damals eigentlich genau vorgefallen? Klar ist Anne Wegner jedenfalls, dass Berner ihr etwas verschweigt. Was aber kann so peinlich sein, dass man es selbst dann unter Verschluss hält, wenn man um sein Leben fürchtet? Anne Wegner fängt an, in der Vergangenheit zu wühlen. Und sie fördert eine Menge Dreck zutage. Es geht um gemeinsame Bordellbesuche und eine Hure namens Judith, um Machtspielchen und Eifersucht, kurz: um ganz starke Gefühle, die bis in die Gegenwart nachwirken.
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